Vergilbte Bilder zeigten zarte Ocker- und Salbeitöne. Wir mischten mineralische Farben, die das Licht ähnlich brechen, ohne plakativ zu wirken. Die Palette hilft Orientierung, reduziert Reinigungsaufwand und harmoniert mit wildem Wein entlang der Fassade. Bewohnende berichten, dass sich Besuche wieder länger im Hof aufhalten. So verbindet eine sorgfältige Farbwahl Identität, Pflegefreundlichkeit und sanfte, ganzjährige Atmosphäre.
Der Hof wurde als grünes Zimmer gedacht: robuste Sitzmauern aus wiederverwendeten Ziegeln, versickerungsfähiger Belag, Schattenbäume und essbare Stauden. Eine klare Wegeführung respektiert Lieferdienste und Kinderfahrzeuge. So entstehen Mikrohabitate für Insekten und ein Ort für Feste, Reparatur-Cafés und ruhige Pausen. Diese Gestaltung fördert soziale Nähe, reduziert Hitzeinseln und motiviert zu gemeinsamer Pflege statt Vandalismus.
Kleine Reliefs aus recycelten Ziegeln markieren frühere Handwerksbetriebe des Hauses. Eine unaufdringliche Tafel erklärt Materialkreisläufe und Lüftungsregeln. So wird Ornament zu einem pädagogischen Werkzeug, das Respekt vor Arbeit, Ressourcen und Pflege weckt. Besucherinnen erfahren, wie Bauteile wiederverwendet wurden, und nehmen Ideen mit nach Hause. Gestaltung kommuniziert Werte, ohne belehrend zu wirken, und hält Wissen im Alltag präsent.
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